Bündnis 90/Die Grünen legen einen ganzheitlichen Bildungsbegriff zugrunde. Neben der formalen Bildung an Schulen und Hochschulen ist für uns der Bereich der Kinder- und Jugendförderung Teil der non-formalen Bildung und somit Teil unseres Bildungsverständnisses.
Konkret hat Bündnis 90/Die Grünen NRW die Forderung nach den zwischen allen im Landtag vertretenen Parteien und der Volksinitiative 2004 vereinbarten 96 Millionen Euro für die Kinder- und Jugendförderung immer unterstützt. Wir haben ebenso die Volksinitiative unterstützt, die sich gegen den Wortbruch von CDU und FDP richtete, als es im Haushalt 2006 zur Kürzung von 96 Millionen auf letztlich 80 Millionen Euro kam. Umso erstaunter waren wir, als die Jugendverbände sich mit der Landesregierung auf den "Pakt mit der Jugend" auf Basis einer Finanzierung von 80 Millionen Euro einigten.
Im grünen Programm wird der Schwerpunkt auf eine Neuausrichtung des Kinder- und Jugendförderplans gelegt mit einem ausgewogenen Mix aus der Förderung von Strukturen und Projekten. Für einzelne Bereiche werden auch Mittelerhöhungen gefordert. Bekanntlich hat die grüne Landtagsfraktion - wie auch in früheren Jahren - bei der Beratung des Landeshaushalts 2010 einen Betrag von 96 Millionen Euro beantragt, was jedoch von CDU und FDP abgelehnt wurde. |
Ein Schwerpunkt der von den Liberalen mitgetragenen Jugendpolitik der vergangenen fünf Jahre war die Stärkung der außerschulischen Bildungsarbeit und -orte. Für uns ist Bildung mehr als nur ein Schulfach. Vielmehr ist Bildung die Fähigkeit, selbstverantwortlich zu handeln und eigene Interessen wahrzunehmen. Bildung schafft ein Bewusstsein dafür, dass man ein Recht und die Chance hat, sich selbst zu verwirklichen. Vor diesem Hintergrund kommt den Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit - dazu zählen unter anderem die 2.320 offenen Jugendeinrichtungen und 45 Jugendkunstschulen - und den 24 Jugendverbänden eine neue Bedeutung zu. Sie müssen selbstständig einen Bildungsauftrag erfüllen und sich einbringen in die Bildungslandschaft vor Ort. Dieser neuen Rolle entspricht auch der Förderschwerpunkt des Kinder- und Jugendförderplans der vergangenen fünf Jahre. Wir haben im Kinder- und Jugendförderplan bewusst mehr Geld in leistungsfähige Strukturen der verbandlichen, offenen, kulturellen, internationalen Jugendarbeit investiert, um sie als eigenständige Bildungsorte zu stärken. Die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit haben wir zunächst verlässlich auf rund 75,1 Millionen Euro festgeschrieben und zuletzt auf über 80 Millionen Euro erhöht. Zur Stärkung der Infrastruktur der Jugendverbände hat die von der FDP mitgetragene Landesregierung die Förderung der Jugendverbandsarbeit im Jahr 2009 um insgesamt 470.000 Euro erhöht. Gerade die Jugendverbände leisten einen wichtigen Beitrag zur Sozialisation und Persönlichkeitsbildung von jungen Menschen. Sie bieten vielfältige Chancen und Möglichkeiten der Selbstorganisation, der Interessenvertretung, der politischen Bewusstseinsbildung, der Freizeit und der Erholung. Die im Landesjugendring zusammengeschlossenen Jugendverbände in Nordrhein-Westfalen werden nunmehr mit jährlich fast 17,3 Millionen Euro aus dem Kinder- und Jugendförderplan gefördert. Die Liberalen in Nordrhein-Westfalen wollen diese Förderstruktur beibehalten. |
Die NRWSPD setzt sich für eine deutliche Erhöhung des Kinder- und Jugendförderplanes ein. In den Haushaltsdebatten der letzten Jahre wurde seitens unserer Landtagsfraktion immer wieder eine gesetzesgemäße Ausstattung mit 96 Mio. Euro beantragt, die immer wieder von der schwarz-gelben Mehrheit abgelehnt wurde - trotz anderslautender Beteuerungen. Wir bekräftigen an dieser Stelle erneut, dass wir auch nach der Wahl für diesen Betrag eintreten werden. |
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