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| dbb-Lehrerverbände in NRW formulieren gemeinsame Forderungen |
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| 10.01.2011 |
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Die dbb jugend nrw hat gemeinsam mit ihren größten Lehrerverbänden einen Forderungskatalog erstellt
Foto: (c) by ohneski / photocase.com |
Der Bildungsbereich ist seit Jahren in Wallung. Aus diesem Grund ist die dbb jugend nrw bereits im vergangenen Jahr aktiv geworden und hat Vertreter der größten über sie organisierten Lehrerverbände zu Beratungen an einen Tisch geholt. Ende August hat sich die Arbeitsgruppe zuletzt getroffen und erstmals in der Geschichte des dbb gemeinsame Forderungen formuliert, die nun bei NRWs Bildungsministerin Sylvia Löhrmann auf dem Tisch liegen.
Im Frühjahr des vergangenen Jahres hat sich die „AG Bildung“ erstmals getroffen. Von Beginn an dabei waren Vertreter der ASS (Junge Lehrer) im Philologenverband NRW und der Arbeitsgemeinschaft der Junglehrer/innen im Verband Bildung und Erziehung (AdJ im VBE). Später wurde auch der Kontakt zum Arbeitskreis junger Kollegen im Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Berufskollegs (ajk im vlbs) sowie zur Arbeitsgemeinschaft der Lehramtsstudenten/-innen und jungen Lehrer/-innen (ALL) im Verband lehrer nrw hergestellt. Zum Jahresende lag ein Ergebnis vor, das sich sehen lassen kann: ein umfassender Forderungskatalog, der Themen wie Lehrerstudium, das Referendariat und den Berufseinstieg thematisiert. |
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„Ursprünglich wollten wir uns inhaltlich in der AG des ‚Schulsystems‘ annehmen, denn das wird ja auch verbandsintern schon seit einiger Zeit diskutiert“, erklärt Anne Hochkamer, die stellvertretend für den Vorstand die Arbeit der AG unterstützt. Doch die AG schwenkte um, denn es lag für die Beteiligten klar auf der Hand, dass man in NRW nur eine bessere Bildung erreichen kann, wenn schon auf dem Weg in den Lehrerberuf Entscheidendes verändert wird, um eine bessere und intensivere Qualifizierung junger Lehrer zu erreichen. „Denn nur die kann am Ende auch dazu beitragen, dass Schüler qualifiziert und gut unterrichtet werden“, betont Anne Hochkamer.
Anknüpfen wollte die AG an ein Versprechen, das die NRW-Ministerin abgegeben hat. Löhrmann möchte in den Grundschulen etwas verändern. Das ist auch dringend nötig, denn dort kochen die Schulleitungen heiß, zum Beispiel weil ihnen für die vielfältigen Aufgaben zu wenig Entlastung zur Verfügung steht.
Thomas Ahr, Vorsitzender der ASS, kennt die Probleme im Lehrerberuf aus eigener Erfahrung. Es fehle in allen Schulformen oft an Lehrerinnen und Lehrern, um unter anderem Unterrichtsausfall zu reduzieren. So sind oft keine Lehrkräfte da, die für krank gewordene Kolleginnen und Kollegen einspringen könnten. „Immer noch fällt an den Schulen zu viel Unterricht aus. Das kann nur durch zusätzliche Lehrerstellen aufgefangen werden“, betont Ahr. Gemeinsam will sich die AG für kleinere Klassen in allen Schulformen einsetzen sowie für Schulpsychologen oder Schulsozialarbeiter, die ohne weitere Lehrerstellen zu opfern in allen Lehrerkollegien sitzen.
Doch es hapert nach Ansicht der Mitglieder der AG schon in der Ausbildung zum Lehrerberuf massiv. Die Ausgestaltung des Lehrerstudiums ist mittlerweile Sache der jeweiligen Hochschule geworden. Es gibt unzählige unterschiedlich organisierte und inhaltlich ausgestaltete Master-Studiengänge in NRW. „Jede Hochschule verfolgt ihr eigenes Konzept, mit dem Erfolg, dass Wildwuchs herrscht und innerhalb des eigenen Bundeslandes große Ausbildungsunterschiede existieren“, bemängelt Thomas Ahr. Das Staatsexamen sei hingegen ein anerkannter Abschluss gewesen. Die Arbeit in den Studienseminaren soll ebenfalls wegen der neu organisierten Master-Studiengänge massiv verändert werden. Auch hier ist kein befriedigendes Ergebnis zu erwarten.
Oftmals sind die Masterstudiengänge sehr verschult und mit Inhalten gefüllt, die nicht wirklich schulrelevant sind und die angehende Lehrerinnen und Lehrer auf den Einstieg ins Berufsleben nicht richtig vorbereiten. Zufrieden zeigte sich aus den Lehrerverbänden niemand. Das bringen Vertreter der AG Bildung nun im Bildungsministerium zur Diskussion. Die dbb jugend nrw hatte die Kompetenz ihrer Fachgewerkschaften angeboten, um anhand des Positionspapiers in einen Dialog mit den politischen Planern zu treten. Mitte Februar wird es ein Treffen mit dem Leiter der Abteilung Lehrerausbildung geben. |
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