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| dbb jugend nrw fordert Mindestlohn |
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| 24.02.2011 |
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| Leiharbeiter erfahren eine Verbesserung. Voraussichtlich am Freitag wird auch der Bundesrat der Gesetzesnovelle zustimmen, die einen Mindestlohn für die rund 900.000 Zeitarbeiter in Deutschland vorschreibt. |
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Die dbb jugend nrw hält einen gesetzlich vorgeschriebenen Stundenlohn von acht Euro für
das Mindeste |
Der Kompromiss, um den die Regierungsfraktionen im Rahmen des Hartz-IV-Gesamtpaketes stundenlang gerungen haben, sieht vor, dass die Beschäftigten der Leiharbeitsbranche ab Mai 2011 als Stundenlohn mindestens 7,60 Euro im Westen und 6,65 Euro im Osten erhalten sollen. Zu wenig, wie die dbb jugend nrw findet.
„Es kann nicht sein, dass ein Mensch trotz Vollzeitarbeit noch auf ergänzende Leistungen des Staates angewiesen ist“, betont der Vorsitzende der dbb jugend nrw, Markus Schallenberg, angesichts der zu erwartenden Gesetzesregelung. Der gewerkschaftliche Jugenddachverband hält acht Euro für das absolute Minimum. Die benötige ein Mensch, um von seiner Arbeit auch leben zu können, führt Schallenberg weiter aus. Bei einer 40-Stunden-Woche käme ein Mitarbeiter so im Monat auf ein Gehalt von 1.400 Euro brutto, das ihm nach Abzug von Sozialabgaben und Steuern ein Leben ohne staatliche Ergänzung ermöglichen würde.
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Neben der Tatsache, dass die Gesetzesvorlage, die dem Bundesrat auf dem Tisch liegt, unter acht Euro Stundenlohn bleibt, gucken viele Berufsbranchen nach wie vor in die Röhre. „Leider ist es nicht in allen Branchen möglich, dass ein Ergebnis auf dem Wege der Tarifverhandlungen erzielt wird. Es ist darum notwendig, eine Mindestlohnhöhe gesetzlich festzulegen“, fordert Schallenberg.
Betroffen sind davon zum Beispiel auch die über den gewerkschaftlichen Jugenddachverband organisierten Callcenter-Mitarbeiter. Mehr als eine halbe Million Mitarbeiter sind es bundesweit, die der DPVKom - der Fachgewerkschaft bei Post, Postbank, Telekom und Callcenter - und damit auch der dbb jugend nrw angehören. Da sie keine Leiharbeiter sind, würden sie wie viele andere Branchen nicht unter die neue Regelung fallen. |
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Darum unterstützt die dbb jugend nrw nachdrücklich die von der DPVKom ins Leben gerufene Unterschriftenaktion für einen Callenter-Mindestlohn. Damit will die DPVKom den Druck auf die Politik zur Einführung einer solchen branchenspezifischen Lohnuntergrenze erhöhen. „Eine Entscheidung ist notwendig, denn wir wissen, dass die Mitarbeiter in den Callcentern nicht mehr als fünf bis sechs Euro in der Stunde verdienen“, sagt Schallenberg. Damit lässt sich der Lebensunterhalt für eine Familie trotz Vollbeschäftigung nicht bestreiten. |
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