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Lehrervertreter der dbb jugend nrw zu Gast im Bildungsministerium
02.03.2011  
Gemeinsam mit ihren größten Lehrerverbänden hatte die dbb jugend nrw einen Forderungskatalog erstellt und in NRWs Bildungsministerium (Ministerium für Schule und Weiterbildung, MSW) um einen Termin gebeten. Am 16. Februar war es soweit und sieben Gewerkschaftsvertreter sprachen mit Mitarbeitern des Ministeriums über Lehramtsstudium, Referendariat und den Berufseinstieg angehender Lehrerinnen und Lehrer.
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Anknüpfen wollten die Vertreter/innen der jungen Lehrerinnen und Lehrer an ein Versprechen, das NRWs Bildungsministerin Sylvia Löhrmann abgegeben hatte. In den Grundschulen wolle sie etwas verändern, versprach Löhrmann bei ihrem Amtsantritt. Doch nicht nur dort liegt einiges im Argen, weiß man in den Lehrerverbänden. Schon in der Ausbildung zum Lehrerberuf hapert es massiv. Grund genug für die Vertreter/innen der Jugendorganisationen der verschiedenen Lehrergewerkschaften, sich in einer Arbeitsgruppe unter dem Dach der dbb jugend nrw zusammenzufinden.

Erstmals in der Geschichte des dbb stellten die Lehrerverbände ein gemeinsames Forderungspapier auf. Mit am Tisch saßen Vertreter/innen der Arbeitsgemeinschaft der Studienreferendare und Studienräte im Philologen-Verband NRW (ASS im PhV NRW), der Arbeitsgemeinschaft der Junglehrer/innen im Verband Bildung und Erziehung (AdJ im VBE) sowie des Arbeitskreises junger Kollegen im Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Berufskollegs (ajk im vlbs). Unterstützt wurden die Forderungen ebenfalls von der Arbeitsgemeinschaft der Lehramtsstudenten/-innen und jungen Lehrer/-innen (ALL) im Verband lehrer nrw.
Von Seiten des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW reagierte man positiv auf das Gesprächsgesuch der dbb jugend nrw. Ulrich Wehrhöfer, Leiter der Gruppe Lehrerausbildung, und Reinhard Gerdes (Referat für Vorbereitungsdienst und Studienseminare für Lehrämter an Schulen) standen am 16. Februar den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Rede und Antwort. Für die Lehrerverbände nahmen Florian Hillje, Thomas Ahr (beide ASS im PhV NRW), Marejle Küpper (ajk im vlbs), Oliver Fiebich, Steffi Hörstrup (AdJ im VBE NRW) sowie Anne Hochkamer (dbb jugend nrw) an dem Gespräch im Bildungsministerium teil.

Ulrich Wehrhöfer (4.v.l.) und Reinhard Gerdes (5.v.l.) standen den dbb-Lehrervertretern Rede und Antwort

Die Mitglieder der AG Bildung, die von Anne Hochkamer (1.v.r.) ins Leben gerufen wurde, werden sich Anfang April erneut treffen und weiterarbeiten
Anderthalb Stunden dauerte der angeregte Austausch. Ulrich Wehrhöfer und Reinhard Gerdes hatten sich intensiv mit den Forderungen der Arbeitsgruppe auseinandergesetzt und machten im Verlauf des Gesprächs deutlich, dass es zu einigen Forderungen der dbb jugend nrw bereits positive Entwicklungen zu vermelden gebe. Wenngleich nicht alle Punkte abschließend bzw. zufriedenstellend geklärt werden konnten, zieht die dbb jugend nrw insgesamt eine positive Bilanz. „Im Schulbereich liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Dabei ist es wichtig, bei der Entwicklung neuer Strukturen diejenigen mit ins Boot zu holen, die genau wissen, wo es hakt“, macht die stellv. Vorsitzende der dbb jugend nrw, Anne Hochkamer, deutlich. „Die dbb jugend nrw bringt sich mit ihren Lehrerverbänden da gerne in die Gespräche ein. Herr Wehrhöfer hat uns bereits für das kommende Jahr eingeladen. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen“, gibt sie augenzwinkernd zu Protokoll.
Bereits Anfang April werden sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe erneut zusammensetzen, um weitere Forderungen auszuarbeiten und auch noch andere Themengebiete rund um das Thema Schule anzupacken. Auch mit anderen Abteilungen des Schulministeriums soll es Gespräche geben. Die dbb jugend nrw wird weiter am Ball bleiben und sich für die Kolleginnen und Kollegen im Schuldienst einsetzen. Denn nur eine bessere und intensivere Qualifizierung junger Lehrerinnen und Lehrer kann am Ende auch dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler qualifiziert und gut unterrichtet werden.