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| Großdemo mit 10.000 Beschäftigten in Düsseldorf |
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| 02.03.2011 |
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Dem Anlass entsprechend schwarz gekleidet hatten sich viele Mitglieder der dbb jugend nrw, als sie am Dienstag bei der Großkundgebung in Düsseldorf gegen die bislang starre Haltung der Arbeitgeberseite demonstrierten. Auf ihren Schultern trugen sie vom Finanzministerium aus die Zukunft des Öffentlichen Dienstes bis zum Landtag zu Grabe. Zehntausend Landesbeschäftigte bildeten mit Fahnen und Transparenten einen überwältigenden Trauerzug. |
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Trugen die Zukunft des Öffentlichen Dienstes zu Grabe: Landesjugendleiter Markus Schallenberg (vorne re.) und Stellvertreter Jano Hillnhütter (vorne li.) |
In unmittelbarer Nähe zum Finanzministerium, wo die Auftaktveranstaltung der dbb tarifunion stattfand, hatten sich die jungen Mitglieder der dbb jugend nrw bereits um elf Uhr eingefunden, um ihre schwarzen T-Shirts mit der Aufschrift "Zukunft tot gespart" überzuwerfen und den Sarg neben der Bühne in Position zu bringen. Nicht ohne Grund: Damit machte der gewerkschaftliche Jugenddachverband vor allem auf die schlechte Situation der jungen Beschäftigten in den Landesverwaltungen aufmerksam, deren Zukunft zu Tode gespart wird.
Nach zwei Tarifrunden, die ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen sind, steht für sie fest: Sie können ihre Zukunft beerdigen. Die Großdemo nutzten die jungen Leute, um auf ihre zentrale Forderung nach einer Übernahme nach der Ausbildung aufmerksam zu machen. Auch zu diesem Appell allerdings hat die Arbeitgeberseite bislang - genauso wie zu den generellen Forderungen nach 50 Euro und 3 Prozent mehr Lohn - bislang keine Stellung genommen. |
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| Diese Situation ist für die dbb jugend nrw unhaltbar. Markus Schallenberg, Vorsitzender der dbb jugend nrw, machte bei der Großdemo in der Landeshauptstadt deutlich, dass junge Menschen im Öffentlichen Dienst nach qualifizierter Ausbildung und erfolgreicher Abschlussprüfung nicht übernommen und statt dessen in die Arbeitslosigkeit geschickt werden. Er stellte heraus, dass es heute keine sichere Zukunft und keine Perspektive mehr für die Auszubildenden und Anwärter gebe. Für den Staatsdienst hoch qualifiziert ausgebildet, sind diese jungen Menschen auf dem freien Arbeitsmarkt kaum vermittelbar. Im Justizdienst wurde bereits seit 1996 niemand mehr unbefristet nach der Ausbildung übernommen. Diesen Zustand will die dbb jugend nrw nicht hinnehmen. |
Auch viele Mitglieder der Deutschen Justiz-Jugend protestierten gegen ihre unsichere Zukunft |
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Bei der Großdemo in Düsseldorf machten rund
10.000 Beschäftigte aus dem Öffentlichen Dienst
ihrem Unmut Luft |
Wer sich für eine Ausbildung in einem Bereich entscheidet und diese voller Überzeugung zu Ende bringt, der will danach im Job durchstarten. Diese Chance aber ist den jungen Beschäftigten beispielsweise in der Justiz und in den Kommunen verwehrt. Für wenige Monate werden sie befristet übernommen, um dann doch vor dem Aus zu stehen. Das ist dann auch gleichzeitig das Aus für die private Zukunftsplanung: "Welcher Vermieter nimmt einen heute noch ohne festen Job? Kann ich mir dann ein Auto kaufen? Aber vor allem: Wie soll ich ohne festen Job den Mut aufbringen, eine Familie zu gründen", fragte Schallenberg von der Bühne im Hofgarten aus in die pfeifende Masse.
Der Öffentliche Dienst in Deutschland werde Jahr für Jahr immer weiter tot gespart. Er sterbe Stelle für Stelle immer weiter aus, so Schallenberg weiter. Vom Tod auf Raten sprach der Vorsitzende der dbb jugend nrw, bevor sich der Trauerzug dann auf den Weg zum Landtag machte, wo er im Sternmarsch auf weitere tausende Demonstranten traf. |
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| "Wir sind verärgert und enttäuscht", rief der 1. Vorsitzende der dbb tarifunion und Verhandlungsführer, Frank Stöhr, dort den Demonstranten zu. Er forderte die Länder auf, den Öffentlichen Dienst zu stärken und zukunftssicher zu machen. Wer sich im Kampf um die besten Köpfe behaupten wolle, der müsse auch die entsprechenden Voraussetzungen schaffen. Nur Minister Möllring, der Verhandlungsführer der Länder, wolle von angemessenen Gehaltssteigerungen nichts wissen. "Dabei geht es um mehr als nur ums liebe Geld: Es geht um die Wertschätzung unserer Arbeit", so Stöhr. Der dbb warte auf ein verhandelbares Angebot der Arbeitgeber. "Wir wollen, dass die nächste Runde ein Ergebnis bringt." |
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