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| Ein Abenteuer wartet |
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| 22.03.2011 |
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Europäisch-chinesisches Jahr der Jugend hin oder her. Was veranlasst junge Leute, ihre Koffer zu packen und aufzubrechen in ein Land, das einem selbst vollkommen fremd ist? Sabrina Koch fliegt mit der dbb jugend nrw im Mai zum ersten Mal in ihrem Leben nach China. Wie stellt sie sich die Reise dorthin vor?
Nanning ist die Hauptstadt des autonomen Gebietes Guangxi im Süden der Volksrepublik China. Rund 6,37 Mio. Einwohner leben dort. Eine Größenordnung, wie man sie sich in Deutschland nicht so leicht vorstellen kann. Berlin hat als größte deutsche Stadt gerade einmal 3,4 Mio. Einwohner.
Wenn die 27-Jährige im Mai ihr Bündelchen schnürt, um gemeinsam mit sieben weiteren Teilnehmern nach China aufzubrechen, dann hofft sie auf ein Wiedersehen mit Freunden. Im vergangenen Jahr nämlich waren sieben junge Chinesen aus Nanning zu Gast bei der dbb jugend nrw. Auf einer Tagung erzählte Vorstandsmitglied Sabrina Deiter von ihren eigenen Auslandsbesuchen und der Funke sprang über. „Ich habe mich bereit erklärt, bei der Betreuung der Chinesen hier bei uns in Deutschland zu helfen“, erzählt Sabrina Koch von der komba jugend nrw. „Ich habe nicht gewusst, was da auf mich zukommt, aber jetzt kann ich sagen: Es war super klasse. Es war ein Abenteuer.“ |
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Sabrina Koch fliegt im Mai mit der dbb jugend nrw
zum ersten Mal in ihrem Leben nach China |
Sabrina ist sehr gespannt auf das, was sie in der anderen Kultur erwartet. Bewusst hat die dbb jugend nrw auch diese Reise unter den Stern des Weltjugendjahres gestellt, das die Vereinten Nationen ausgerufen haben. Das, was die junge Kreisinspektorin aus Paderborn beschreibt, lässt das lebendig werden, was sich die Initiatoren des Weltjugendjahres vorgestellt haben: „Ich freue mich darauf, mich auf ein neues Land einzulassen“, sagt Sabrina Koch. In Nanning kann sie fünf Tage lang Land und Leute, die chinesische Kultur und die Themen kennenlernen, die junge Chinesen heutzutage beschäftigen.
„Schon durch unsere Begegnung in Aachen weiß ich, dass die Chinesen aufgeschlossen und nett sind.“ Darum fürchtet sie sich nicht vor dem ersten Kontakt. „Ich kann kein Chinesisch, aber ich hoffe, dass ich mich mit meinem Englisch durchschlagen kann.“ Viel größere Sorge hat Sabrina Koch vor den Essgewohnheiten im fremden Land. Nach dem Motto „Hund ist doch auch Fleisch“ hat sie sich vorgenommen, möglichst viele Sachen zu probieren.
Sicherheitshalber hat Sabrina aber schon weit vor der Reise einen Blick ins deutsche Wikipedia geworfen, um zu erfahren, wie und was man in China isst. „Wenn das Essen nach Dschungelcamp aussieht, dann wird es vielleicht etwas schwierig für mich“, lässt sie wissen, doch ihre Chancen stehen gut, denn Nanning ist in ganz China wegen seiner kulinarischen Angebote bekannt.
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| Besonders freut sich die 27-Jährige darauf, das Land nicht als Tourist zu bereisen, sondern direkten und unmittelbaren Kontakt zu den Menschen zu bekommen. Sie erwartet einen Mix von Tradition, Religion und den Eindrücken eines modernen Landes. „Dieses Spannungsfeld interessiert mich. In China boomt die Industrie - in wie vielen Kleidungsstücken klebt das Schildchen „Made in China“. Wie leben die Menschen in diesem Land ihre Traditionen?“ Nanning ist quasi ein Traumziel, um dieser Frage nachzugehen. Denn seit den 90er Jahren boomt die Stadt, die auch Sitz der Regionalregierung ist.
Mehr erfahren können die acht Reisenden, die auch Peking einen Kurzbesuch abstatten werden, außerdem über das Thema Jugendarbeitslosigkeit. Schon beim Besuch der Chinesen in Deutschland stand dieses Thema im Vordergrund. Das gab auch Sabrina Koch schon einen Vorgeschmack auf die Diskussionen und Gespräche, die sie dazu in China führen können wird. Eines weiß sie jetzt schon: Ein solch dicht gesponnenes soziales Netz, das gerade junge Arbeitslose in Deutschland auffängt und versucht wieder in Arbeit zu bringen, ist in China wie die Vision aus einem Wunderland. Am 8. Mai werden die Teilnehmer der Reise mit der dbb jugend nrw aus dem fernen Peking heimkehren. Dann wird Zeit sein, über die Eindrücke und Erfahrungen zu sprechen.
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