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| Nur nicht auf der Schwelle stehen bleiben |
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| 16.06.2011 |
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Ein paar Wochen ist es her, als Sabrina Koch zum ersten Mal in ihrem Leben als Teil einer achtköpfigen Delegation nach China reiste. Sie war gespannt auf Land, Leute und viel Kultur. Was waren die größten Erlebnisse? |
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Sabrina Koch reiste mit der dbb jugend nrw zum ersten Mal in ihrem Leben nach China |
Die Ereignisse der zehntägigen Reise, die nach Peking und Nanning führte, sind gesackt. "Es war irre viel, was wir da erlebt haben“, berichtet Sabrina Koch. Die 27-jährige Kreisinspektorin aus Paderborn hatte sich für die Austauschaktion mit dem chinesischen Partner der dbb jugend nrw angemeldet, weil sie neugierig war auf Land und Leute. Lust hatte sie darauf bekommen, weil sie an der Betreuung einer chinesischen Delegation in Deutschland vor einigen Monaten beteiligt gewesen war.
"Die Leute waren unglaublich nett und ich habe mich irrsinnig gefreut, drei meiner Freunde von damals diesmal in China wieder zu treffen“, erklärt Sabrina Koch nach der aufregenden Reise. Noch jetzt läuft sie über von den Eindrücken, die sie im Fernen Osten gesammelt hat: "Das Programm war sehr kontrastreich und hätte eigentlich auch für drei Wochen gereicht“, erklärt sie. Ein Beispiel fällt ihr auch gleich ein.
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| "Vormittags waren wir in einem Waisenhaus und hatten Kontakt zu den Kindern, die dort leben“, erzählt die 27-Jährige. "Das war sehr bewegend. Die Kinder leben dort auf beengtem Raum. Sechs bis acht Kinder pro Zimmer, schon fast kasernenähnlich.“ Großer Wert werde darauf gelegt, die Kinder zu viel Selbständigkeit zu erziehen. Stolz hätten sie gezeigt, wie sie selbst ihre Betten machen. Aber die Atmosphäre sei trotz der fröhlichen Kinder bedrückend gewesen. "Sicherlich wird dort für die Kinder gesorgt, aber wir sind nicht dahinter gekommen, ob das der Standard oder das Vorführprojekt war“, erklärt die Paderbornerin. Von da aus ging es dann zurück ins pralle Leben im Sterne-Hotel. Das sei schon krass, auch für den Kopf, und habe sie persönlich berührt.
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In China besuchte die Delegation aus Nordrhein-
Westfalen
auch
ein Waisenhaus |
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Vor Ort konnte sie mit ihrer falschen Vorstellung aufräumen, dass die Chinesen sehr verwurzelt in ihrer Religion sind. "60 Prozent der Chinesen sind nicht religiös“, erklärt sie nach der Reise. In Nanning und Umgebung sind 60 bis 70 Prozent ethnische Minderheiten und insgesamt sei das Volk sehr abergläubisch. "Im Konfuziustempel darf man auf keinen Fall auf der Schwelle stehen bleiben. Das ist ein Zeichen dafür, dass man die Religion nicht schätzt“, weiß sie.
Auch wenn der Aberglaube vielleicht nicht so ihre Sache ist, fühlt sie sich dennoch mit Land und Leuten verbunden. "Ich habe das Gefühl, dass die Chinesen sehr bildungshungrig sind“, sagt sie. Hier wie da müssen sich die Jugendlichen sehr kümmern, um beruflich das zu erreichen, was sie möchten. In China ist das zumindest finanziell schwieriger: Das soziale Netzwerk beschränkt sich meist nur auf die Familie. Weder bei arbeitslosen Jugendlichen noch bei studieninteressierten gibt es eine solche Vielzahl an Möglichkeiten, sich finanziell unterstützen zu lassen, wie in Deutschland.
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In Nanning und Umgebung gibt es mehr als
30
verschiedene
ethnische Minderheiten mit
ihren
häufig
sehr farbenfrohen
Trachten |
Nach ihren Erfahrungen, Erlebnissen und der Anstrengung bleibt die Frage, ob sie wieder nach China reisen würde, oder ob ihr das Land fremd geblieben ist: "Unbedingt will ich da wieder hin! Das Land hat mich auf mehr neugierig gemacht“, sagt Sabrina Koch. Auf eigene Faust aber würde sie eine Reise dorthin nicht wagen: Ohne die Sprache komme man dort nur schwer weiter. Darum sei eine Austauschmaßnahme, wie die mit der dbb jugend nrw, genau das richtige. Alternativ könne sie sich sonst nur eine Reise mit einer Reisegruppe und einem Dolmetscher vorstellen.
Die dbb jugend nrw hat sich mit dieser Austauschmaßname erneut am Jahr der Jugend beteiligt, das die Vereinten Nationen unter dem Motto "One Youth - One Voice“ ausgerufen haben. Es will die Jugend auf der ganzen Welt ein Stückchen näher rücken und helfen, einen verständigen Blick für die kulturellen Unterschiede zu entwickeln.
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