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Schulkonsens in NRW und seine Folgen
21.07.2011  
Die Sekundarschule wird eingeführt – so lautet der Konsens zwischen den NRW-Fraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU. Darüber hinaus gibt es auch weitere Änderungen im Schulsystem, die die dbb jugend nrw sehr begrüßt.
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Der langjährige Koalitionsstreit in Sachen Schulreform hat ein Ende: die Sekundarschule wird eingeführt
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Ein jahrelanger Koalitionsstreit um die Schulstruktur ist am 19. Juli zu Ende gegangen. Rot-Grün und die CDU haben einen Konsens in Sachen Schulreform gefunden, der nun für mindestens 12 Jahre gelten soll. Die Parteien haben sich auf die Einführung der sogenannten Sekundarschule verständigt, die neben den schon bestehenden weiterführenden Schule neu hinzu kommt. Die Sekundarschule schließt an die Grundschule an und umfasst die Jahrgänge 5 bis 10, eine gymnasiale Oberstufe ist nicht integriert. In den Klassen 5 und 6 wird gemeinschafltich gelernt. Ab der Stufe 7 können die Schüler nach Leistung weiter gemeinschaftlich oder aber getrennt unterrichtet werden. Die Sekundarschule wird in der Regel als Ganztagsschule geführt. Wo die Sekundarschulen eingerichtet werden, entscheiden die Kommunen selbst und ist vor allem abhängig von den Schülerzahlen in den jeweiligen Regionen.

Neben der Einigung auf die neue Schulform haben die verantwortlichen Politiker auch noch weitere Änderungen für das Schulsystem in NRW festgelegt. So sollen z.B. die Richtwerte für die Klassenfrequenz in den bestehenden weiterführenden Schulen schrittweise von 28 auf 26 und in den Grundschulen auf 22,5 Schülerinnen/Schüler pro Klasse abgesenkt werden.
Diese Anpassung ist dringend notwendig, denn sie kommt nicht nur dem Lernklima und somit den Schülerinnen/Schülern zu Gute, sondern entlastet vor allem die Lehrkräfte. Hierdurch wird auch wieder eine bessere und intensivere Betreuung jedes einzelnen Schülers ermöglicht. In ihrem Schreiben an das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW im Dezember 2010 hatte der von der dbb jugend nrw initiierte Arbeitskreis der Lehrervertreter „AG Bildung“ genau dieses bereits gefordert.
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Außerdem sollen Schulen, die sich vermehrt in den Bereichen Integration und Inklusion einsetzen, ein höheres Kontingent an Lehrerstellen erhalten. Bislang war die Lehreranzahl für jede Schule gleich und abhängig von den jeweiligen Schülerzahlen. „Dass die Zusammensetzung der Schülerschaft einer Schule nun beim Lehrerstellenkontingent berücksichtigt wird, ist eine wichtige und längst fällige Entscheidung in Sachen Schulreform“, so Anne Hochkamer, stellvertretende Landesjugendleitung der dbb jugend nrw und Initiatorin der „AG Bildung“.

Die dbb jugend fordert eine schnelle Umsetzung der angekündigten Maßnahmen, damit sowohl in der Schulentwicklung auf kommunaler Ebene als auch in den Schulen selbst endlich Ruhe einkehrt und es wieder um die Schüler und ihre Bildung geht.