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Ein Flamingo namens Ingo
22.03.2017  
Werbung für das Ehrenamt haben sie für sich zur Dauermission gemacht: Mit ungewöhnlichen Aktionen macht die dbb-Kreisjugendgruppe Aachen vor, was man alles tun kann, um sich ehrenamtlich zu engagieren. Erst spendeten sie Kleider für den guten Zweck und nun setzen sie tierisch noch einen drauf: mit Ingo, dem Flamingo.

Gestatten: Ingo, der Flamingo - das neue
Maskottchen der dbb-Kreisjugendgruppe Aachen
Es ist Magenta, hat lange Beine und liebt Lachs. Was ist das? Wer diese Frage beantworten kann, wird über­rascht sein, zu hören, dass die dbb-Kreisjugendgruppe Aachen jetzt einen hat: einen Flamingo. Adlerküken Horst hat seit Februar gefiederte Gesellschaft be­kommen. Ingo, der Flamingo, tritt als Maskottchen der dbb-Kreisjugendgruppe Aachen quietsch-magenta-farben an seine Seite. Wie konnte das passieren und was hat ein Flamingo mit der Jugendgruppe aus Aachen zu tun? Wir klären auf:

Von der Kleiderspende zum Flamingo

Am Anfang war die Ehri-Aktion der dbb jugend nrw im Jahr 2014. In jenem Jahr machte die Gewerk­schafts­jugend aus NRW "Ehrenamt" zu ihrem Jahresthema. Das Ziel: zu zeigen, was Ehrenamt bewegen kann und warum es sich lohnt, unentgeltlich seine Freizeit zu opfern. Also lobte der Verband den Ehri aus und rief seine Kreisjugendgruppen dazu auf, mit einer besonderen Aktion auf sich und die eigene ehren­amtliche Arbeit aufmerksam zu machen.

Die Resonanz war riesig - zahlreiche Kreis­jugend­gruppen beteiligten sich an der Aktion. Auch die Kreis­jugend­gruppe (KJG) Aachen war dabei. Alle Mitglieder durchforsteten ihren Kleiderschrank nach nicht ge­tragenen Klamotten und spendeten die für die psychiatrische Station des Klinikums Aachen.
Die Aktion gefiel den jungen Aachener dbb-Mitgliedern so gut, dass sie beschlossen, weiter auf das Ehrenamt aufmerksam zu machen. "Warum nicht auch mal etwas ehrenamtlich für Tiere tun?", mit diesen Worten gibt der Aachener Kreisjugendleiter André Esser die Intention der Truppe um ihn herum wieder.

Die Suche nach dem magenta-farbenen Tierchen

Warum die Wahl nun ausgerechnet auf einen Flamingo fiel, hat zweierlei Gründe: "Einmal mögen wir Adlerküken Horst sehr und außerdem haben wir nach einem magenta-farbenen Tier gesucht." Da das Tierreich hier nicht besonders viel Auswahl zu bieten hat, fiel die Wahl auf einen Flamingo. "Wenn er fleißig Lachs futtert, ist sein Gefieder schön magenta", sagt Esser. Weitere Gemeinsamkeit: Flamingos gibt es auch in Aachen, und zwar im Tierpark.

Ein Hinweisschild im Aachener Tierpark weist auf
die Patenschaft der Kreisjugendgruppe hin

Tierisches Unikat: Ingo, den Flamingo haben die Aachener als Stofftier extra anfertigen lassen
Kurzerhand nahm die KJG Kontakt dorthin auf und entschied sich für eine besondere ehrenamtliche Aktion im Jahr 2017: eine Patenschaft für einen Flamingo des Aachener Tierparks. "Für ein Jahr übernehmen wir nun die Kosten für das Futter und die Gehegewartung", sagt der Kreisjugendleiter. Darauf ist er besonders stolz, weil jedes Mitglied dafür ins eigene Portemonnaie greift, um den Betrag von rund 200 Euro für ein Jahr aufzubringen.

Wenn aus Ingo ein Shooting-Star wird

Als sichtbares äußeres Zeichen wird nun der Flamingo, den die KJG auf den Namen "Ingo" taufte, als Mas­kottchen an der Seite der gewerkschaftlich enga­gierten Mitglieder stehen. Eigens dafür hat die KJG ihn aus Stoff nähen lassen. Doch man darf weiter gespannt sein: "Wir denken über eine weitere Aktion rund um unseren Flamingo Ingo nach", sagt Esser.

Die Spendertafel im Tierpark ist schon angebracht, doch das gemeinsame Foto mit dem strahlend magenta-farbenen Ingo musste bislang noch auf sich warten lassen, weil die Tiere in ihrer Winterunterkunft waren. Wenn die warmen Strahlen der Frühlingssonne die Tiere nun ins Freie locken, wird das nachgeholt. "Und vielleicht noch einer draufgesetzt", sagt Esser. Von Ingo, dem Flamingo, wird also noch zu hören sein.