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Noch eine Reise, dann sind die "Big Five" voll
10.09.2018  
Russland, China oder Taiwan - da sind Länder, die für uns sehr fremd daher kommen. Um ihren Mitgliedern den unver­stellten Blick in diese fremden Kulturen zu ermöglichen, bietet die dbb jugend nrw Austauschmaßnahmen in diese und andere Länder an. Es gibt einen, der hat sie alle bereist. Das hat er zu erzählen:

Frankreich, Spanien, Dänemark - sie zählen für die meisten zu den typischen Urlaubsländern, die wir wie selbst­ver­ständ­lich bereisen. Doch alleine nach China zu fliegen oder in die Ukraine? Das macht kaum jemand. Auch Christian Spormann von der dbb-Kreisjugendgruppe Mönchengladbach hätte sich nicht träumen lassen, jemals dorthin zu reisen. Für ihn fing vor elf Jahren alles an.

Weil der Urlaub nicht gebucht war, nahm alles seinen Anfang
"Mein Kreisjugendleiter sprach mich 2007 an, ob ich nicht Lust hätte, mit nach Russland zu reisen", erinnert er sich. Die dbb jugend nrw bot eine Austausch­maß­nahme dorthin an. Christian, der gerade die Staats­prüfung gemacht hatte und noch keinen weiteren Urlaub geplant hatte, überlegte -und sagte zu. Bereut hat er es nicht: Der Unterschied zwischen der Metropole Moskau zu Beginn der Reise und der anschließenden Rundreise durch kleinere Städte und Orte in Südrussland beeindruckten ihn sehr. Eines der schönsten Highlights dieser Reise: ein unerwarteter, aber großer Grillabend in einer abgelegenen Grillhütte direkt am Fluss Don.

Christians erste Tour führte ihn 2007 nach Russland

Christan bereiste Israel zwei Mal - dieses Foto
entstand im Jahr 2012
Neben der Reise nach Russland ist Christian bis heute Feuer und Flamme für Israel. "Es war einfach beein­druckend", erzählt er. In Jerusalem ging es von einem historischen Hotspot zum nächste. Das gefiel ihm derart gut, dass er sogar ein zweites Mal dorthin reiste. "Ich habe auch die Israelis, die hierher zu Gast kamen, als Reiseleiter für eine Woche begleitet und das Programm für sie gestrickt", sagt Christian. Er hat also beide Seiten der Austauschmaßnahmen intensiv kennen­gelernt und kennt die Sorgen und Nöte der Ansprechpartner vor Ort. Er weiß, dass viel Arbeit und Mühe und ein geschicktes Händchen dazu gehören, um ein Programm für Aus­lands­gäste auf die Beine zu stellen. Auch weiß er aus eigener Erfahrung, welche Anstrengung es bedeutet, sie eine Woche lang zu betreuen.

Mit der Ukraine werden die "Big Five" voll
Diese Erfahrung begleitete ihn auf seinen weiteren Reisen mit der dbb jugend nrw nach China und Taiwan. Nun wird es ihn zu guter Letzt auch zum letzten Austauschpartner des gewerkschaftlichen Jugendverbandes in die Ukraine führen. "Damit habe ich die 'Big Five' voll", spaßt er mit einem Begriff, der eigentlich aus der Wildtiersafari kommt.
Was ihn an den Reisen in fremdartige Länder reizt: "Man trifft immer wieder interessante Leute und lernt die Eigenheiten der jeweiligen Nationalität kennen", sagt er. Die Chinesen beispielsweise sind ihm als sehr höflich in Erinnerung geblieben. Bittet man sie, um 13 Uhr am Bus zu sein, seien sie zehn Minuten eher da. Ganz anders hingegen die Israelis. Sie seien spontaner, aller Voraussicht nach eher später am Bus und nehmen das mit einem Augenzwinkern. Am Ende klappt erfahrungs­gemäß trotzdem alles irgendwie.

"Ich hätte es nie alleine gemacht"

Und natürlich seien es keine Urlaubsländer, wie man sie normalerweise bevorzugt, weil sie einem kulturell vertrauter seien. "Nach China reisen? Ich hätte es nie alleine gemacht", sagt er. Viel zu unsicher hätte er sich gefühlt. Alleine die Sprache nicht zu sprechen und die Schrift nicht lesen zu können erschwere es, sich dort zurechtzufinden und zu organisieren. Mit der dbb jugend nrw sei das problemlos gewesen. Was nicht auf Englisch ging, funktionierte über den Dolmetscher.

China 2015:
von wegen "You should be here!" - He was here!
Wie erlebt jemand wohl die Ukraine, der auch Taiwan schon bereist hat? "Ich weiß es nicht genau", gibt Spormann zu. Doch freue er sich auf die Gegensätze. Während die Taiwanreise sehr formell gewesen sei und es viele Treffen mit hochrangigen Politikern und Entscheidern gegeben habe, sei der Austauschpartner in der Ukraine ein Jugendverband. "Ich rechne dort viel mehr mit "Familienanschluss". Dafür haben wir in Taiwan mit Ministern zusammen gesessen." Beides habe seinen Reiz und biete die Chance, das jeweilige Land ganz anders kennenzulernen als bei einer über ein Reisebüro gebuchten Reise.

Reisevorbereitung ist ein Muss - schon aus Respekt
Christian kann auch präsidial - hier bei seinem
Besuch mit der dbbj nrw 2016 in Taiwan
Die Vorfreude auf das letzte Land der Big Five der dbb jugend nrw ist riesig. Von Besuchen der Ukrainer hierzulande, die Christian mitbetreut hat, weiß er, dass er sich auf sehr gastfreundliche Menschen freuen darf. Am heutigen Montag geht es los. Vor Reisestart hat er noch schnell die Orte gegoogelt, an die es die Mitglieder der dbb jugend nrw führen wird. Für Christian hat das etwas mit Respekt vor der anderen Nationalität zu tun, zu wissen, wohin man fährt und welche großen Persönlich­keiten die jeweilige Stadt habe.

Ich habe das auch bei der Fahrt nach Russland gemacht“, sagt er und erinnert sich an einen Besuch in einer Schule. Durch seine Vorabrecherche wusste er, dass ein bekannter Schriftsteller aus diesem Ort gekommen sei. Die Freude war riesig, als in einem Interview in der Schule die Frage aufkam, wer diesen Schriftsteller kenne. Christian kannte nicht nur ihn, sondern auch sein Buch. "Ich finde, so kann man mit seinen Gesprächspartner immer gleich inhaltlich an etwas anknüpfen", sagt er.
Welche Themen das in der Ukraine sein werden und was Christian dort erlebt, verrät er uns nach seiner Reise.