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Happy Birthday, Locher!
14.11.2019  
Vom Rheinland in die ganze Welt: Am 14. November 1886 wurde in Bonn eine revolutionäre Erfindung zum Patent angemeldet, die aus den Büros dieser Welt nicht mehr wegzudenken ist. Als typisches Bürogerät ist es beinahe so etwas wie der Inbegriff von Verwaltung und damit auch von Beamtentum schlechthin. Die Rede ist vom großen Bruder des Tackers: dem Locher.
Vor 133 Jahren meldete Friedrich Soennecken in Bonn das Patent für eine damals neumodische Erfindung an: Unter der Patentnummer 40065 des Kaiserlichen Patentamts erlebte der Locher als "Papierlocher für Sammelmappen, Briefordner und dergl." seine Geburtsstunde. Soennecken, der seine Firma 1875 in Remscheid gegründet hatte und mit ihr ein Jahr später nach Bonn zog, hatte schon vorher mit einem Entwurf einer neuen Art von Schreibfeder Erfolg. Im Erfindungsjahr des Lochers brachte er zudem noch den Aktenordner auf den Markt - damals unter der Bezeichnung "Briefordner". Erst in Ergänzung mit ihm kommen die Stärken des Lochers zur vollen Entfaltung: knicken, lochen, abheften - gerne auch spöttisch als "Beamtendreikampf" bezeichnet.

Dass der Locher im Rheinland erfunden wurde, kann man übrigens leicht daran erkennen, dass er ab Werk noch ein Zusatz-Feature mitbringt. Das Abfallprodukt des Lochers - den kleinen runden Papierschnipsel - kann man sammeln und einem weiteren Zweck zufügen: dem Konfettiregen. Das wissen vor allem die Rheinländer seit jeher zu schätzen. Insbesondere in der fünften Jahreszeit - die je nach Region Karneval, Fasching oder Fastnacht genannt wird - kommen die kleinen bunten Papierfetzen regelmäßig zum Einsatz.

Deswegen ruft die dbb jugend nrw 3 x laut: "Rheinland - Alaaf! Konfetti - Alaaf! Locher - Alaaf!"

Happy Birthday, Locher!