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Der Öffentliche Dienst in Deutschland: viele Berufe und viele Chancen
Im Öffentlichen Dienst erwarten dich viele spannende Berufe. Manche davon kannst du nur dort erlernen und nirgendwo anders. Rund 90.000 junge Menschen werden jedes Jahr im Öffentlichen Dienst neu eingestellt. Auf dieser Seite findest du viele Infos, die dir dabei helfen sollen, einen Überblick zu erhalten und eine Ausbildungsstelle im Öffentlichen Dienst zu finden, die zu dir passt.

Wir bemühen uns, alle Informationen akurat und möglichst vollständig zu halten. Eine Gewähr hierauf können wir jedoch nicht geben. Wenn du einen Fehler entdeckst oder Informationen ergänzen möchtest, freuen wir uns über eine kurz eMail.
Arbeit für den Staat und für die Menschen

Der Öffentliche Dienst ist eine große Branche mit vielen Beschäftigten in unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen: beim Bund, in den Ländern sowie in den Kommunen. Im Öffentlichen Dienst arbeiten Menschen in staatlichen Behörden und Ämtern, zum Beispiel im Standesamt, Ordnungsamt, Einwohnermeldeamt oder Jugendamt, in Finanzämtern, Gerichten, bei der Polizei und bei der Bundeswehr. Darüber hinaus arbeiten Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes auch in Einrichtungen, die der Staat unterhält. Diese Einrichtungen sind zum Beispiel Schulen und Universitäten, staatliche Krankenhäuser, Theater und Museen, Sparkassen und Staatsarchive, staatliche Renten- und Sozialversicherungsträger und die Bundesagentur für Arbeit.

Größter Arbeitgeber in Deutschland

Der Öffentliche Dienst ist der größte Ausbilder und Arbeitgeber in Deutschland. Von den knapp vier Mio. Beschäftigten im Öffentlichen Dienst waren zehn Prozent junge Menschen in der Ausbildung (Stand 2009). Gleichberechtigung wird im Öffentlichen Dienst groß geschrieben. Dieses Prinzip gilt für die Stellenbesetzung sowie für die Bezahlung. So werden alle Stellen möglichst gleichmäßig mit männlichen und weiblichen Beschäftigten besetzt. Gleiches gilt für körperlich eingeschränkte Personen, die bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden. Hierdurch soll eine Vorbildfunktion auf andere Betriebe ausstrahlen. Bei der Bezahlung gilt: Gleiches Geld für gleiche Arbeit!

Beamter oder Arbeitnehmer? Eine Frage der Ausbildung

Im Öffentlichen Dienst arbeiten zwei Berufsgruppen: die Beamten und die Arbeitnehmer (früher Angestellte und Arbeiter genannt). Beamte und Arbeitnehmer gehen unterschiedliche Ausbildungswege:

Um Beamter zu werden, musst du als sog. Anwärter eine Beamtenausbildung durchlaufen. Je nachdem, welchen Bildungsabschluss du hast, wirst du dem einfachen, mittleren, höheren oder gehobenen Dienst zugeordnet. Je höher der Schulabschluss, desto höher ist auch die Dienstebene. Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst durchlaufen eine duale Ausbildung in Behörde und Berufsschule.

Welche Berufe gehören zum Öffentlichen Dienst?

Der Öffentliche Dienst bietet viele berufliche Möglichkeiten: am Schreibtisch, aber auch in Laboren und Produktionshallen. Es gibt Berufe, die nur im Öffentlichen Dienst ausgebildet und nur dort ausgeübt werden können: alle Beamtenberufe und die Angestelltenberufe in der Verwaltung. Verwaltungsfachangestellte werden speziell für die Aufgaben in Bundesverwaltung, Landesverwaltung und Kommunalverwaltung ausgebildet.

Ein weiterer Beruf, der nur im Öffentlichen Dienst erlernt werden kann, ist der Sozialversicherungsfachangestellte. Er wird in einer eigenen Fachrichtung für jede gesetzliche Versicherungsart (z.B. Renten-, Unfall- und Krankenversicherung) ausgebildet. Du kannst in Behörden auch "normale" Berufe erlernen. Denn auch dort fallen Arbeiten an, die nichts mit Verwaltung zu tun haben. Einrichtungen des Staates bilden deshalb auch Chemielaboranten, Computerfachleute, Veranstaltungstechniker, Bauzeichner, Mechatroniker, Gärtner, Köche oder Kaufleute für Bürokommunikation und viele weitere Berufe aus.